Die lieben Zähne

Nach 6 Monaten ist es nun so weit. Der kleine Mann bekommt seine ersten Zähne. In der letzten Nacht (4:30 Uhr) sind wir durch lautes Geschrei aufgewacht. Nachdem ich mein Kind schon kenne, wollte mir die Elisabeth ned glauben, dass er zahnt. Fläschen, Ruhe, weiterschlafen.

Doch in der Früh bekam ich den Anruf: Du hast Recht!

Na bitte, war doch klar 

Auf jeden Fall ist er jetzt unter Tags etwas mühsam, weil wenn ich um 4 aufwache und nimma einschlafen kann, und alle ignorieren mich, wäre ich auch grantig.

Aber Gott sei dank dauert dieser Prozess ned lange. Auf jeden Fall müssen wir ein weiteres Ritual einführen. Zähne putzen. Das wird lustig……….

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Die Taufe

Am Samstag war es so weit. Die wilden Zeiten sind vorbei. Sex Drugs und Rock’n'Roll gehören der Vergangenheit an. Den seit Samstag ist der kleine Mann ein braver Christ.
Das ganze war nicht nur für ihn sondern auch für uns Aufregend und anstrengend. Bei 36°C musste der Arme eine lange Hose, ein Hemd mit Gilet und Mascherl tragen. Hat echt süss ausgeschaut. Ihr werdet eh die Fotos sehen, sobald sie Verfügbar sind.

Auf jeden Fall ist er ganz nach mir gekommen. Kurz einmal am Beginn auf geschrien, um zu zeigen, um wen es sich heute dreht, und dann eingepennt. Die ganze Taufe verschlafen. Danach haben wir ihn nur noch für das Gruppenfoto gesehen, und schon war er weg. Jeder musste ihn haben. Sehr leiwand für mich und das Buffet :)

Ich möchte mich nocheinmal bei allen für die Geschenke bedanken. Wir haben sie am Nachmittag dann noch ausgepackt, und der Gesichtsausdruck vom Kleinen….genial. Mund und Augen waren größer als das ganze Gesicht. Vielleicht wollte er nur mit uns schimpfen, dass WIR SEINE Geschenke auspacken.
Tja that’s life.

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Neue URL

Seit letzter Woche ist der kleine Mann auch unter

www.philippzoehrer.com

erreichbar. 

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3 Monte und 7 Kilo

Tja, wie die Zeit rennt. Jetzt ist der Kleine schon 3 Monate alt und wächst wie wild. Er war schon einige Male beim Kinderarzt und der ist nur begeistert wie robust und gesund der Kleine ist. Gestern war sowieso ein schlimmer Tag für ihn beim Kinderarzt. Die 6-fach Impfung. Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Haemophilus, Hepatitis B und Keuchhusten. Der Philipp hat keinen muxxa gemacht, wie er die Spritzen bekommen hat, und ich habe auch damit gerechnet, dass er Fieber bekommen wird. NIX. Der war nur etwas down am Nachmittag und heute schon wieder quick lebendig.

Auch von seiner Entwicklung gibt es einige Sachen die nicht übersehbar sind. Er beobachtet alles (am liebsten den Fernseher beim Abendessen), spielt mit seinem Mobile und das wichtigste sein lachen. Einfach unwiderstehlich. Gleich danach kommt sein gebrabel. 2 „Wörter“ hamma schon gehört (Eltern interpretiert einfach alles, aber es war schon sehr nah am tatsächlichen Wort ).

Das erste Mal nach dem er total satt war und sich mit einem Rülpser abgequält hat: UFF

Und das zweite Mal, wie er uns seinen Fuß entgegengestreckt hat: KUCK

Für uns ist es toll, dass er schon durchschläft. Der Tag beginnt zwar noch immer relativ früh für uns, aber das nächtliche Aufstehen entfällt. Und das aufwachen….quält sich genau so wie ich, wenn ich aufstehen sollte. Der einzige Unterschied zu mir ist aber, wenn er dich sieht kommt dir das schönste grinsen entgegen. Mein grinsen ist erst zu Mittag zu sehen.

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Wo bleiben neue Fotos?

Die kommen wieder nächste Woche, wenn ich wieder zu Hause bin. Die Elisabeth war so lieb und hat gesagt, nachdem die Nächte immer recht mühsam sind, ich soll zu Hause bei den Eltern schlafen, damit ich mich voll und ganz auf die kommende Diplomprüfung (5.3.2007) konzentrieren kann.

Danach wird es aber eine Überflutung an Fotos und Video geben.

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Philipp’s erste Email

Hallo,
mein Name ist Philipp Zöhrer und ich bin heute um ca. 5 Uhr in der Früh auf die Welt gekommen. Hab meine Eltern ganz schön lange warten lassen. Aber es war doch sooooo schön. Egal.
Ich bin auf jeden Fall 54cm groß und wiege 4090g. Jaja ein ganz schönes Brökerl. Aber ich habe die Tortur in 5 Stunden erledigt. Woher soll ich wissen, dass meine Nägel zu scharf für die Fruchtblase sind. Kaum auf der Welt mussten die anderen mich einmal quälen. Da nusste ich einfach einen Radau machen. Das geht doch so nicht. Aber nachdem ich an der Brust von der Mama eingeschlafen bin, konnte ich wieder von der Fruchtblase und der schönen Umgebung träumen.
Wenn ihr mich sehen wollte, dann ruft vorher die Mama an. Sonst verpasse ich euch noch. Ich werde mich bemühen jeden Tag von 14-16 Uhr und von 18-20 Uhr munter zu sein.
Anbei gibt es aber noch ein Foto. Und unter http://nachwuchs.ordovicium.com werde ich mit der Hilfe vom Papa noch ein paar Geschichten schreiben. Momentan muss er aber für eine Prüfung lernen. Wenn er nicht dabei einschläft.
Auf jeden Fall schöne Grüße an alle und falls ich jemanden vergessen habe, dann schickt die Nachricht weiter.
lg Philipp.

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Die Geburt

Also es gibt 2 Versionen davon. Die geplante und wie es wirklich abgelaufen ist.

Die geplante:
Am 22. in der Früh muss die Elisabeth rein, damit die Geburt eingeleitet werden kann, weil sie ja schon 10 Tage übern Termin war. An diesem Tag hatte ich auch meine wichtige Prüfung. Es war vereinbart, dass ich zur Prüfung gehe während die Elisabeth damit anfängt mit den Wehenmitteln zu arbeiten. Da wir ja schon 1 Woche vorher mit Wehen drin waren, wusste sie, wie das abrennt und konnte sagen, dass sie mich am Anfang eh noch nicht braucht. Erst im Kreissaal.

Falls mich die Elisabeth während der Prüfung angerufen hätte, weil es doch schneller geht als erwartet, wäre ich aufgestanden und gegangen und hätte die Prüfung ein anderes Mal fortsetzen können.

Die Realität:
Um Mitternacht kam sie plötzlich ins Zimmer und sagt: “Du ich glaube meine Fruchtblase hat sich verabschiedet.” Da ich gerade einen Übungstest für die Prüfung gemacht habe, wollte ich den zuerst einmal fertig machen und dann nocheinmal nach ihr schauen, ob sie es noch immer ernst meint. Ned das wir wieder um sonst rein fahren.

Sie hat es ernst gemeint.

Also habe ich die Rettung gerufen. Die Schwiegereltern habe ich  einmal vorgewarnt, dass jetzt ein bischen Dynamik im Haus entstehen wird. Natürlich entstand jetzt mehr Dynamik als mir lieb war. Die Schwiegereltern sind durchs Haus gelaufen, während ich gemütlich meine Sachen zusammen gesucht habe. Wäre die Rettung nicht 5 min. nach Anruf da gewesen hätte ich vielleicht noch geduscht. Ich wollte einfach der Elisabeth dadurch vermitteln “Kein Stress, das machen wir schon”.

Während die Elisabeth ins Rettungsauto gebracht wurde, bin ich schon mit meinem Auto losgefahren. Natürlich war ich vor der Rettung dort. Der Rettungsfahrer hat nur so gschaut. Aber ich kannte eine Abkürzung, und bin ganz normal und brav gefahren. Vielleicht dort wo es ging ein bischen schneller, aber keine Ampel überfahren.

Nachdem das ganze schon vorangeschritten war, konnten wir gleich in das Kreissaalzimmer wandern, wo wir auch nicht lange geblieben sind. Dort hat sie nur was gegen die Schmerzen bekommen, was die Elisabeth betrunken machte. Voll lustig 

Danach sind wir in die Badewanne gegangen um die Schmerzen noch erträglicher zu machen. Die Badewanne war ein Paradies für sie. Somit war klar, dass wird eine Badewannen-Geburt.
Nicht nur, dass der Kleine 10 Tage später kam, er wollte auch nicht so richtig auf die Welt kommen. Ich habe immer bei den Wehen den Kopf gesehen, und sobald die Wehe weg war ist er wieder verschwunden. Das haben wir dann 2 Stunden so gemacht. Die Elisabeth ist zwischen den Wehen immer eingeschalfen. Erst mit einem brutalen Hilfsmittel, braucht der Kleine nur noch 2 Wehen und zack er war da.
Leider habe ich diese Endphase ned gefilmt, weil das Gesicht von der Elisabeth werde ich nimma so schnell vergessen.
So ein glückliches Gesicht mit den Wort “Ich habe es geschafft”, kann man ned beschreiben. So über über glücklich habe ich sie noch nie gesehen. Genau dieses Gesicht wäre fein gewesen festzuhalten. Aber egal, um 5 Uhr in der Früh kam nun unser Philipp auf die Welt. Danach hatten wir genug Zeit das neue Familienmitglied zu bestaunen. Nach 2 Stunde bestaunen ist dann die Elisabeth zu den anderen Müttern aufs Zimmer gekommen.
Seit diesem Teitpunkt war ich 24 Stunden auf. Ich bin dann zu mir nach Hause gefahren, und dachte mir, wenn ich jetzt 3 Stunden schlafe, dann kann ich die Prüfung vergessen. Da bin ich aber mehr als nur müde nach dem aufstehen.
Also bin ich weiter aufgeblieben und habe die Neuigkeit in die Welt hinaus getragen.

13 Uhr Prüfung. 30 Stunden ohne schlaf. Den ersten Teil habe ich bestanden, dass erfährt man sofort. Der zweite Teil muss erst ausgewertet werden. Sollte ich den auch noch bestanden haben, dann muss ich so egoistisch sein und sagen: “NED SCHLECHT. Hervorragende Arbeit Michi.”

16 Uhr, ich komme nach Hause und bin jetzt etwas überdreht. Erst um 18 Uhr schaffe ich es einzuschlafen. 35 Stunden ohne Schlaf.

Aber es hat sich ausgezahlt. Ich bin Vater, und konnte vielleicht eine wichtige Prüfung für meinen beruflichen Pfad absolvieren.

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7 Tage nach dem Geburtstermin

Heute war die letzte Untersuchung in der Semmelweiß. Dem Baby geht es gut, und es ist schon verdammt groß.

Wie schauen nun die kommenden Tage aus?

Am Donnerstag wird sie wieder stationär aufgenommen, und dann wird voll eingeleitet. Das Problem: Am Donnerstag habe ich eine wichtige Prüfung die ich nicht verschieben kann. Leider können wir das nicht um einen Tag verschieben, weil diese Vorgehensweise gesetzlich ist.  Sie wird aber versuchen, dass sie die Spritzen hinauszögern kann, damit ich noch rechtzeitig ins Spital komme.

Sollten die Wehen dann wieder am Donnerstag aufhören, wird es nocheinmal am Freitag probiert. Tut sich dann noch immer nix, dann gibt es am Samstag einen Kaiserschnitt. Somit ist es fix ab wann wir spätestens Eltern sind.

Auf jeden Fall wird die kommende Woche eine Herausforderung für uns alle.

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Noch was lustiges

Mein Vater ist schon Opa.

Warum?! Hier die Geschichte:

Ich bekomme von ihm die Email:

Wie geht’s dem Baby????
cu
Papa

Gut nachdem er die Vorgeschichte kennt wie ich es im letzten Blog geschildert habe, habe ich zurückgeschrieben:

Dem Baby geht es gut. Die Elisabeth kommt jetzt dann nach Hause.

Er schließt sofort draus, dass das Baby da ist, und ich Internet im Kreissaal habe. ABER laut CTG Werte geht es dem Kind nach dieser Tortur gut. Er bekommt die Email in einer Sitzung und bumm zack wird laut stark verkündet sein Enkelkind ist da. In der Sitzung wurde nur noch gefeiert. Er ruft meine Mutter an und erfährt die Tatsache, dass es noch nicht so weit ist, weil ich 2 Minuten vorher mit meiner Mutter telefoniert habe.

Gut, das konnte er jetzt nimma revidieren. Zumindest waren die alle aus dem Ausland und die echten Arbeitskollegen wissen noch nix.

Und die Moral von der Geschichte:

Hast du ein langweiliges Meeting, sag einfach was ganz tolles, was mit dem Thema ned zusammenhängt.

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Die letzte Woche

war einfach nur ein Horror. Das Kind hat uns nur verarscht.

Am Montag war ja die Untersuchung, wo alles darauf gedeutet hat, ja in den nächsten 24 Stunden ist es soweit. Am Dienstag am Abend hat sie dann leichte Wehen bekommen, aber noch lange kein Grund ins Spital zu fahren. Nach 5 Stunden war es vorbei.

Am Mittwoch kamen dann wieder die Wehen am Nachmittag. Viel viel stärker und regelmässig alle 5-7 Minuten. Ein Grund in die Klinik zu fahren. Nachdem sie stationär aufgenommen wurde, und die Bettnachberin, nach dem schreien her, 20 Kinder gleichzeitig auf die Welt bringen wollte, bin ich wieder zaus gefahren, weil eh die Wehen wieder nachgelassen haben. Bei der schreierei wird man ja narrisch 

Am nächsten Tag bin ich einmal arbeiten gegangen. Der erste Tag seit……naja sicherlich in dieser Woche. 1 Stunde voller Energie beim arbeiten, hat mich dann die Elisabeth angerufen und gesagt es wird jetzt eingeleitet. Also wieder ins Auto und dann quer durch Wien.

Ich komme an und sie hängt noch lachend am Tropf (Super da hätte ich noch arbeiten können).

Nach 9 Stunden schmerzen (in meinen Ohren) hieß es dann, so jetzt machen wir ein Bad um das ganze zu lockern, weil ausser Wehen sich ned viel tut und dann gehts ab in den Kreissaal. Ein Lichtblick!!

Nach der Badewanne war es dann vorbei. Keine Wehen, und trotzdem hieß es Kreissaal. Naja die werden schon wissen wann die Zeit reif ist.

Dort hamma dann den Miraculix bekommen. So eine Kräuterhexe die gleich einmal Bachblüten und  Globuli hervorgezaubert hat. Akupunktur war auch im Angebot. Nach 9 Stunden Tropf, und gscheiten wehen kommt da jemand mit Tussi Medizin daher. Wir konnten sie aber davon überzeugen, dass wir wieder die Flasche wollen. (Natürlich den Wehentropf).

Völlig in ihr Weltbild von Medizin zerstört, hat sie den Oberarzt gerufen. Präpotent, wie 99,9% der Oberärzte sind: “Frau Zöhrer, das wird nix mehr, sie gehen wieder auf die andere Station.”

Der Lichtblick war greifbar nah. Für uns und das Kind, und dann das!!!  Eine 1 Stunde Trostarbeit um Kind und Mutter wieder zu beruhigen war notwendig.

Aber ich durfte dort schlafen. zumindest für ein paar Stunden. Um 4 in der Früh will mich die Hebamme aufwecken und gleichzeitig sagt die Elisabeth “MICHAEL”!

Ich dachte im Dunkeln die  Elisabeth steht vor mir und will der Hebamme ein Bussi aufdrücken, mit den Worten: “Ist schon gut, ich steh gleich auf”. IM DUNKLEN SCHAUEN SIE DOCH ALLE GLEICH AUS!!!!

Somit musste ich das Bett einer werdenden Mutter abgeben.

Dann bin ich nach Hause gefahren, und konnte noch ein bischen schlafen bevor ich die Elisabeth wieder nach Haus gebracht habe. Jetzt warten wir auf die nächsten Wehen. Aber eines kann ich euch versprechen:

Philipp/Laura Zöhrer kommt Feb. 2007

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