Also es gibt 2 Versionen davon. Die geplante und wie es wirklich abgelaufen ist.
Die geplante:
Am 22. in der Früh muss die Elisabeth rein, damit die Geburt eingeleitet werden kann, weil sie ja schon 10 Tage übern Termin war. An diesem Tag hatte ich auch meine wichtige Prüfung. Es war vereinbart, dass ich zur Prüfung gehe während die Elisabeth damit anfängt mit den Wehenmitteln zu arbeiten. Da wir ja schon 1 Woche vorher mit Wehen drin waren, wusste sie, wie das abrennt und konnte sagen, dass sie mich am Anfang eh noch nicht braucht. Erst im Kreissaal.
Falls mich die Elisabeth während der Prüfung angerufen hätte, weil es doch schneller geht als erwartet, wäre ich aufgestanden und gegangen und hätte die Prüfung ein anderes Mal fortsetzen können.
Die Realität:
Um Mitternacht kam sie plötzlich ins Zimmer und sagt: “Du ich glaube meine Fruchtblase hat sich verabschiedet.” Da ich gerade einen Übungstest für die Prüfung gemacht habe, wollte ich den zuerst einmal fertig machen und dann nocheinmal nach ihr schauen, ob sie es noch immer ernst meint. Ned das wir wieder um sonst rein fahren.
Sie hat es ernst gemeint.
Also habe ich die Rettung gerufen. Die Schwiegereltern habe ich einmal vorgewarnt, dass jetzt ein bischen Dynamik im Haus entstehen wird. Natürlich entstand jetzt mehr Dynamik als mir lieb war. Die Schwiegereltern sind durchs Haus gelaufen, während ich gemütlich meine Sachen zusammen gesucht habe. Wäre die Rettung nicht 5 min. nach Anruf da gewesen hätte ich vielleicht noch geduscht. Ich wollte einfach der Elisabeth dadurch vermitteln “Kein Stress, das machen wir schon”.
Während die Elisabeth ins Rettungsauto gebracht wurde, bin ich schon mit meinem Auto losgefahren. Natürlich war ich vor der Rettung dort. Der Rettungsfahrer hat nur so gschaut. Aber ich kannte eine Abkürzung, und bin ganz normal und brav gefahren. Vielleicht dort wo es ging ein bischen schneller, aber keine Ampel überfahren.
Nachdem das ganze schon vorangeschritten war, konnten wir gleich in das Kreissaalzimmer wandern, wo wir auch nicht lange geblieben sind. Dort hat sie nur was gegen die Schmerzen bekommen, was die Elisabeth betrunken machte. Voll lustig 
Danach sind wir in die Badewanne gegangen um die Schmerzen noch erträglicher zu machen. Die Badewanne war ein Paradies für sie. Somit war klar, dass wird eine Badewannen-Geburt.
Nicht nur, dass der Kleine 10 Tage später kam, er wollte auch nicht so richtig auf die Welt kommen. Ich habe immer bei den Wehen den Kopf gesehen, und sobald die Wehe weg war ist er wieder verschwunden. Das haben wir dann 2 Stunden so gemacht. Die Elisabeth ist zwischen den Wehen immer eingeschalfen. Erst mit einem brutalen Hilfsmittel, braucht der Kleine nur noch 2 Wehen und zack er war da.
Leider habe ich diese Endphase ned gefilmt, weil das Gesicht von der Elisabeth werde ich nimma so schnell vergessen.
So ein glückliches Gesicht mit den Wort “Ich habe es geschafft”, kann man ned beschreiben. So über über glücklich habe ich sie noch nie gesehen. Genau dieses Gesicht wäre fein gewesen festzuhalten. Aber egal, um 5 Uhr in der Früh kam nun unser Philipp auf die Welt. Danach hatten wir genug Zeit das neue Familienmitglied zu bestaunen. Nach 2 Stunde bestaunen ist dann die Elisabeth zu den anderen Müttern aufs Zimmer gekommen.
Seit diesem Teitpunkt war ich 24 Stunden auf. Ich bin dann zu mir nach Hause gefahren, und dachte mir, wenn ich jetzt 3 Stunden schlafe, dann kann ich die Prüfung vergessen. Da bin ich aber mehr als nur müde nach dem aufstehen.
Also bin ich weiter aufgeblieben und habe die Neuigkeit in die Welt hinaus getragen.
13 Uhr Prüfung. 30 Stunden ohne schlaf. Den ersten Teil habe ich bestanden, dass erfährt man sofort. Der zweite Teil muss erst ausgewertet werden. Sollte ich den auch noch bestanden haben, dann muss ich so egoistisch sein und sagen: “NED SCHLECHT. Hervorragende Arbeit Michi.”
16 Uhr, ich komme nach Hause und bin jetzt etwas überdreht. Erst um 18 Uhr schaffe ich es einzuschlafen. 35 Stunden ohne Schlaf.
Aber es hat sich ausgezahlt. Ich bin Vater, und konnte vielleicht eine wichtige Prüfung für meinen beruflichen Pfad absolvieren.